von KDL | Juli 1, 2025 | Aktuelles, Wettkampf
Erfolgreicher Auftritt für Licher Karateka Benjamin Wolf (4. Dan) bei den World Masters Games
Die World Masters Games zählen zu den größten internationalen Sportveranstaltungen für Athleten über 35 Jahre. In 30 verschiedenen Sportarten treten Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt alle zwei Jahre in einem fairen, freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander an. In diesem Jahr war auch Benjamin Wolf vom Karate Dojo Lich unter den Teilnehmern vertreten. Der erfahrene Karateka startete in der Disziplin Kata seiner Altersklasse – einer Form des Karate, bei der festgelegte Bewegungsabläufe mit höchster Präzision und Ausdruckskraft demonstriert werden.
Wolf sorgte bereits zu Beginn des Turniers für Aufsehen: Mit souveränen Leistungen setzte er sich in den ersten beiden Runden gegen starke taiwanesische Gegner durch. Im Halbfinale überzeugte er mit der anspruchsvollen Kata Unsu und sicherte sich eindrucksvoll den Einzug ins Finale gegen einen japanischen Kontrahenten.
Das Finale versprach ein spannendes Duell auf höchstem Niveau zu werden. Doch leider wurde der finale Auftritt für Wolf zur Herausforderung: Muskuläre Probleme beeinträchtigten seine Ausführung der Kata Gankaku, sodass er sein
volles Potenzial nicht ausschöpfen konnte.
Dennoch überzeugte Benjamin Wolf mit starker Präsenz, technischer Exzellenz und großem sportlichem Geist und wurde so Vizeweltmeister 2025.
von SE | Apr. 9, 2025 | Aktuelles
Ein außergewöhnlicher Meilenstein in der Karriere eines Kampfkünstlers wurde am Sonntag in Mömmlingen erreicht: Der Gründer und 1. Vorsitzende des Karate Dojo Lich e. V., Detlef Herbst, legte seine Prüfung zum 8. Dan vor dem Prüfungsausschuss des Deutschen Karate-Verbandes ab. Dies ist der achte Meistergrad (schwarzer Gürtel) im Shotokan-Karate. Er zeugt nicht nur von 50 Jahren aktivem Training und technischem Können im Karate, sondern auch von jahrzehntelanger Leidenschaft für „seinen“ Sport.
Detlef Herbst gründete im Frühjahr 1985 in Lich einen Karateverein, der zunächst nur auf der Bühne des Bürgerhauses und in der Halle der Ev. Stiftung Arnsburg trainieren konnte. Um eine geeignete Trainingsstätte für die wachsende Anzahl von Mitgliedern zu haben wurde 1988 der Saalbau der Metzgerei Stein in der Bahnhofstraße angemietet und in Eigenregie unter seiner Leitung und mit vielen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder zur Trainingshalle umgebaut. Inzwischen steht der Diplom-Sozialarbeiter seit 40 Jahren an der Spitze des Vereins, der Lich in der Karate-Welt bekannt gemacht hat, und ist bis heute Trainer, Vorbild und Mentor für viele hundert Trainierende in allen Generationen. Er lebt den Grundsatz des Karate: Das ständige Streben nach Verbesserung in allen Bereichen. Die Vereinsmitglieder und der Vorstand des Karate Dojo Lich e. V. gratulieren ihrem „Sensei“ sehr herzlich!
von KDL | März 17, 2025 | Aktuelles
Erfurt – Das Karate Dojo Lich nahm am 15. März 2025 mit 15 Athleten am 3. Chikara Cup in Erfurt teil. Dieses Turnier, eines von fünf Ranking-Turnieren für die Qualifikation zur Karate-Europameisterschaft 2026, zog mit 1.170 Startern aus 90 Vereinen und sieben Nationen eines der größten Karate-Turniere Deutschlands an.
In der Disziplin Kata (Formenlauf) gingen Sina Dörrer und Lukas von Einen (beide U14) für das Karate Dojo Lich an den Start. Auch die Licher Athleten Markus Hecht (Senioren), Leano Kabisch (U16) und Ben Wagner (U14) wurden vom Landeskader Hessen für das hochkarätige Turnier nominiert.
Hecht knapp geschlagen
Markus Hecht trat in der Kategorie Senioren an und kämpfte sich in einem spannenden ersten Duell gegen den späteren Zweitplatzierten aus Bremen. Trotz einer starken Leistung unterlag Hecht knapp und musste sich in der Trostrunde mit dem fünften Platz begnügen.
Kabisch und Wagner holen Bronze
Während Sina Dörrer, Lukas von Einen und Ben Wagner in den Vorrunden ausschieden, kämpfte Leano Kabisch, amtierender Hessenmeister, in der Altersklasse U16 um die Medaillen. Kabisch startete mit einem klaren 5:0-Sieg, bevor er in der nächsten Runde knapp mit 2:3 unterlag. Doch da sein Gegner das Finale erreichte, konnte Kabisch über die Trostrunde weiterkämpfen. Dort zeigte er starke Nerven und sicherte sich den Einzug ins kleine Finale, das er mit 4:1 souverän gewann. Damit sicherte sich Leano Kabisch die verdiente Bronzemedaille.

Auch Ben Wagner, amtierender Hessenmeister, zeigte eine starke Leistung im Kumite-Wettbewerb. Mit einem 9:3-Sieg startete er erfolgreich in das Turnier und kämpfte sich bis ins Halbfinale vor. Dort unterlag er dem Gegner aus Weimar, kämpfte sich aber im kleinen Finale wieder zurück und sicherte sich mit einem 3:1-Sieg ebenfalls die Bronzemedaille.
Ergebnisse im Kumite
In der Disziplin Kumite gingen zudem Davary Phok (U16), Dina Guidera (U14), Ben Eise (U14), Leonard Ulrich (U14), Jayden Petermann (U12) und Florian Ulrich (U12) an den Start. Trotz guter Leistungen mussten Dina, Jayden, Florian und Leonard bereits in den Vorrunden die Segel streichen. Ben Eise sicherte sich in der Trostrunde einen hervorragenden siebten Platz, nachdem er in den Vorrunden dem späteren Sieger aus Hamburg unterlag.
Davary Phok erkämpfte sich einen Platz im Poolfinale, unterlag jedoch der späteren Siegerin mit 1:4. Im kleinen Finale führte sie mit 3:0 Punkten, musste sich aber aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit noch mit 3:4 geschlagen geben, was einen starken 5. Platz für sie sicherte.
Trainer ziehen Bilanz
„Die Leistungen unserer Athleten waren gut, aber noch nicht ausreichend, um ganz oben mitzuspielen“, sagte Trainer Christian Bonsiep. „Jetzt gilt es, das verbleibende Potenzial in unseren Athleten weiter zu entwickeln.“ Unterstützt wurde er bei der Analyse von den Trainern Markus Hecht und Charlotte Wurm.