Am vergangenen Wochenende fanden in Erfurt die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren statt. Insgesamt sieben Licher Sportler hatten es bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften geschafft, sich für den Saisonhöhepunkt zu qualifizieren.

Nach langer und intensiver Vorbereitung waren die Erwartungen auf gutes Abschneiden und die Hoffnung, eine Platzierung zu erzielen, durchaus gegeben. Die Disziplin Kata begann mit den Einzelwettbewerben, in denen die Starter Charlotte Wurm, Julia Schmidt, Janne Launhardt und Markus Hecht an den Start gingen. Besonders spannend war für die Athleten, dass das Wertungssystem erstmals nach dem bei den Olympischen Spielen in Tokio angewendeten Punktesystem durchgeführt wurde. Alle vier erreichten mit überzeugenden Leistungen die Runde der letzten 16 und hatten gute Aussichten die Gruppe der letzten acht und damit eine Platzierung zu erreichen. Leider reichte es bei allen knapp nicht und sie mussten sich mit den Plätzen neun bis dreizehn zufrieden geben. Als letzter Wettbewerb ging das Kata-Team der Juniorinnen mit Charlotte, Julia und Janne an den Start. Die amtierenden Hessenmeisterinnen hatten wie in den Einzelstarts nicht das Losglück auf ihrer Seite. Mit überragender Darbietung der Kata Jiin erreichten sie als Punktbeste die Runde der letzten acht und auch in dieser Runde ließen sie der Konkurrenz keine Chance. Große Spannung lastete im Finale auf dem Team, zumal die Gegnerinnen aus Waldkraiburg als Vorjahrjahresfinalisten die klaren Favoriten waren. Die synchron vorzuführende Kata Sochin des Licher Teams funktionierte aber beeindruckend gut und das im Finale zur Bewertung gehörende „Bunkai“ (Anwendungsdemonstration) sogar noch besser, so dass am Ende der Titel „Deutscher Meister“ mit zwei Zehntelpunkten Vorsprung sensationell auf der Anzeigentafel stand. Die Freude bei allen mitgereisten Lichern war natürlich riesig, zumal der Titelgewinn zwar hochverdient aber nicht unbedingt zu erwarten war. In der Disziplin Kumite (Kampf) gingen die drei Licher Athleten Mavie-Madeleine Beisheim, Leyna Christ und Nico Bonsiep an den Start. Mavie-Madeleine startete zum ersten Mal in der Altersklasse U21 und musste sich gleich im ersten Kampf der späteren Deutschen Meisterin aus Berlin mit 0:5 geschlagen geben. In der Trostrunde konnte sie sich dann noch auf einen guten 7. Platz vorkämpfen. Nico startete wie seine Vereinskollegin Leyna zum ersten Mal in der Altersklasse U16. Trotz guter Leistung siegte zum Schluss seine Nervosität und er unterlag seinem Gegner aus Berlin knapp mit 0:1. Der Berliner verlor seinen nächsten Kampf, so war für Nico der Weg in die Trostrunde versperrt. Leyna ging hochmotiviert in ihren ersten Kampf und siegte mit 4:1 Punkten gegen ihre Kontrahentin aus Bayern.  Auch in der zweiten Runde konnte sie nach kurzer Zeit mit 3 Punkten in Führung gehen. Ihre Gegnerin aus Rheinland-Pfalz nutzte eine kleine Unachtsamkeit von Leyna und glich zum 3:3 aus. Nach Ablauf der Kampfzeit und einem spannenden Kampf hatte die Pfälzerin einen 2 Punkte-Vorsprung und Leyna musste sich 4:6 geschlagen geben. Auch Leyna bekam leider keine Chance auf eine Trostrunde. Mit der Deutschen Meisterschaft endet nun auch die erste Hälfte des Wettkampfjahres 2019 und alle Sportler haben sich eine kurze Sommerpause verdient. Ein großer Dank geht an das Trainerteam mit Jonas Glaser, Kristian Agsten, Christian Bonsiep und Detlef Herbst!

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